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PearlGolf Pure Pro und Pure Pro X - Premiumbälle mit Abstrichen

Habt ihr Euren DGV-Ausweis schon einmal genauer betrachtet? Falls ja, dann habt ihr bestimmt bemerkt, dass diesen seit 2018 kein Titleist Golfball mehr ziert, sondern ein Ball der Marke PearlGolf aus dem bayerischen Eichingen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Aufteen und das damit verbundene Ansagen des Balls bei Mitspielern für Stirnrunzeln sorgen, denn die Marke scheint gänzlich unbekannt zu sein. Mit der Kooperation mit dem DGV erhofft sich PearlGolf eine Bekanntheitssteigerung und hat darüber hinaus das eigene Ballsortiment mit den Pure Pro Modellen deutlich erweitert. Insgesamt stößt man auf der Seite von PearlGolf auf fünf verschiedene Ballmodelle für jede Spielstärke. Darunter auch die Spitzendmodelle Pure Pro (PP) und Pure Pro X (PPX), die mit den Topmodellen der allgegenwärtigen Konkurrenz von Titleist und Taylormade mithalten sollen.

Ähnlich wie der Pro V1 und der Pro V1x von Titleist, unterscheiden sich diese zwei Bälle in Ihrem Aufbau. Der eine hat einen drei- und der andere einen vierschichtigen Aufbau. Nicht nur die optische Aufmachung der Verpackungen, auch die Angaben der Balleigenschaften ähneln derer von Titleist. Ihr merkt schon worauf es hinauslaufen wird. Ich habe die Bälle natürlich getestet, einem Vergleich unterzogen und habe mir eine Meinung bilden können.

Es ist schon eine Weile her, dass ich eben diese zwei Modelle zugeschickt bekommen habe, um die „Perlen“ einem Test zu unterziehen. In den letzten Wochen habe ich wetterbedingt viel Indoor gespielt, sei es ein Zock mit Freunden am Simulator, ein Schlägertest oder ein Fitting. Hierbei habe ich den PP und den PPX vermehrt eingesetzt. Eines vorweg, ich war nicht in der Lage einen spürbaren Unterschied, weder in den Längen noch in den Spinwerten, zu einem Titleist Pro V1 oder Pro V1x festzustellen, wohl aber in den Modellen untereinander.

Vom Tee:
Den Angaben entsprechend, soll der PPX vom Tee weg länger sein als der PP. Das kann ich so nicht unbedingt bestätigen. Sowohl auf dem Platz, als auch am Simulator war ich mit dem Driver mal mit der einen und mal mit der anderen Murmel länger bzw. kürzer. Einen Unterschied in der Höhe der Flugkurven habe ich ebenfalls nicht sehen können. Wenn es aber zu Abschlägen mit dem Eisen kommt, dann kann man einen Unterschied feststellen. Der PP hat eine höhere Flugkurve und baut merklich mehr Spin auf, was zu minimal kürzeren Carrydistanzen und einem schnelleren Stop führt.

Lange und mittlere Eisen:
Auch bei den mittleren Eisen zeigt sich das gleiche Bild. Der PP kommt schneller zum Halten. Da ich aufgrund meiner Schlagtechnik, ich bekomme die Hände im Impact nicht weit genug vor den Ball, eh sehr viel bzw. zu viel Spin an den Ball bringe, habe ich den PPX in diesem Bereich bevorzugt. Beide Bälle spielen sich angenehm weich, was an dem weichen Cast Urethan Mantel liegt. Wiederum spüre ich keinen Unterschied zu anderen Premiumbällen. Distanzen entsprechen meinen gewohnten Distanzen, die ich mit dem Pro V1 oder Pro V1x auch spiele.

Kurze Eisen bzw. Wedges:
Im kurzen Spiel sind beide Bälle hervorragend zu kontrollieren und bauen viel Spin auf. Die geschlagenen Längen sind reproduzierbar und Distanzunterschiede in der Carrydistanz zwischen den Modellen nicht festzustellen. Aufgrund der noch sehr weichen Grüns waren im Test die Distanzen identisch mit der Gesamtdistanz, sodass ich hier keine Rückschlüsse auf unterschiedliche Spineigenschaften feststellen konnte. Am Simulator zeigt sich jedoch am Beispiel meines 50° Wedges, dass der Spin mit dem PP ein wenig höher liegt und dafür sorgt, dass der Ball sogar mit Backspin zurückrollt. Sieht am Simulator cool aus, ist aber doof, wenn man den Ball vor der Fahne aufkommen lässt.

Chipping:
Beide Bälle bieten ein gutes und weiches Gefühl rund ums Grün. Will ich Spin auf dem Ball haben, nimmt der Ball das an. Will ich den Ball mit weniger Spin ausrollen lassen, macht er auch das. Hier gibt es nichts zu beanstanden.

Putting:
Aufgrund der weichen Außenschale ist das Feddback im Treffmoment sehr soft. Das mag man oder man mag es nicht. Im Vergleich zu den Titleist Modellen empfand ich den Treffmoment schon als spürbar weicher und hätte mir mehr Feedback im Treffmoment gewünscht.

Haltbarkeit:
Bisher standen die Bälle von PearlGolf denen anderer Premiumhersteller in wenig nach. Der weiche Mantel beider Modelle führte im Test jedoch dazu, dass die Bälle schnell tiefe Riefen bekommen haben, sodass ich den Ball auf mehreren Runden zwischenzeitlich wechseln musste. Auch eine ausgiebige Pitch- und Bunkereinheit mit meinen Wedges haben die verwendeten Perlen nicht alle überlebt. Zugegeben, auch die Bälle von Titleist haben sichtliche Spuren davongetragen, aber bei Weitem nicht so arg.

Preis:
Der Preis beider Modelle liegt bei 32,95 € (ab 3 Dutzend nur noch 28,95 € je Dutzend) und das ist im Vergleich ein fairer Preis, wenn ich bedenke, dass ich nahezu identische Spieleigenschaften für fast den halben Preis bekomme. Preislich liegen die Bälle auf einem ähnlichen Niveau anderer deutscher Ballanbieter, mit ähnlichem Geschäftsmodell.

Fazit:
Ich bin nicht überschwenglich begeistert, aber auch nicht enttäuscht und denke tatsächlich darüber nach, ob ich den Perlen dieses Jahr eine Chance geben soll. Ich habe mit beiden Ballmodellen die gewünschten Spieleigenschaften und auch in puncto Kontrolle bin ich sehr zufrieden. PearlGolf reiht sich mit den neuen Modellen in eine Reihe weiterer deutscher Ballanbieter wie Vice Golf oder Foreace ein und steht denen, gemessen an der Performance, in nichts nach. Im Vergleich zu Vice fehlen der Marke PearlGolf aber noch die gewisse Coolness und die entsprechende Reputation am Ballmarkt. Es fehlt etwas an Pepp und Kreativität im Markenaufbau. Man bedient sich zwar bestehender und funktionierender Konzepte, was grundsätzlich nicht verkehrt ist, aber das können andere (noch) besser. Ich bin gespannt wie sich die Perlenmanufaktur weiterentwickeln wird und werde das verfolgen. Die Bälle haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung und haben eine Chance auf deutschen Fairways verdient.

Zu kaufen gibt es die Bälle auf www.pearlgolf.de und wer seine Unterlagen, die mit dem DGV-Ausweis kamen checkt, wird dort einen Gutschein finden und kann bei der Bestellung auch noch ein bisschen sparen. Hier geht es direkt zum Pure Pro und hier direkt zum Pure Pro X. Des Weiteren bietet PearlGolf neben Bällen auch noch weitere Dinge wie Bags, Handschuhe und Kappen an.

Dieser Testbericht enthält ausschließlich meine eigene Meinung. Die Bälle für diesen Test wurden mir durch den Hersteller zur Verfügung gestellt. Durch den Anbieter wurde meine Meinung nicht beeinflusst. Die Links könnt Ihr bedenkenfrei anklicken. Es handelt sich dabei nicht um Affiliate-Links und ich verdiene auch nichts daran. Also „Feuer frei“ und einen schönen Start in die Saison.