Oh Mein Gott, ich glaube ich habe Fußpilz!

Fieser Schneeschimmel

Jeder kennt sie und fast jeder hat sie schon gesehen. Ich rede von Grüns, die stark von diversen Pilzen befallen sind. Hierfür gibt es viele Gründe und die Wetterlage spielt auch einegehörige Rolle. Aber wusstet Ihr, dass der Golfer einiges dazu beitragen kann, dass das Ausmaß des Befalls in Grenzen gehalten werden kann? Wusstet Ihr, dass gerade auch wir Golfer dazu beitragen, dass sich Pilze ausbreiten?

Im Winter 2015/2016 habe ich mich mal länger mit einem Greenkeeper unterhalten. Er kam damals gerade vom Platz und hat nach Feierabend noch ein Bierchen getrunken. Er war relativ frustriert, weil er den ganzen Tag damit zugetragen hat beschädigte Stellen im Grün zu reparieren. Der erste Frost war angekündigt und deshalb wollte er die schadhaften Stellen noch beseitigen. Insgesamt waren sie zu dritt damit beschäftigt und haben sechs Grüns einer 27-Loch Anlage geschafft. Auf jedem Grün wurden 80-120 Schadstellen beseitigt. Ich habe mich dann erkundigt, wofür dieser ganze Aufwand denn gut sei und er erklärte mir, dass nicht oder schlecht ausgebesserte Pitchmarken dazu führen, dass Pilze bei Nässe und Kälte einen idealen Nährboden für Pilze darstellen. Um den Schaden im Frühjahr so gering wie möglich zu halten, werden deshalb die Grüns regelmäßig von schadhaften Stellen befreit. Das war mir bis dahin neu. Okay, ich hatte mir auch vorher noch nie Gedanken darüber gemacht, wo sich Pilze gerne ansiedeln. Ich hatte zwar mal im Biologieunterricht einen Pilz in einer Petrischale gezüchetet, aber das war es dann auch schon.

Was er mir dann im weiteren Verlauf des Gesprächs erzählt hatte, hielt ich zunächst einmal für ein „Greenkeepermärchen“. Aber zu Hause angekommen, musste ich das dann doch mal recherchieren. Er erzählte mir nämlich, dass die größte Gefahr für das Ausbreiten von Pilzen Greenfeespieler seien, Greenfeespieler so wie ich es an diesem Tag einer war. Etwas entsetzt, verdutzt und beleidigt hakte ich also nach, warum gerade ich daran schuld sein soll, dass sich Pilze verbreiten. Er erläuterte mir dann, dass nicht ich als Person direkt dafür verantwortlich bin, sondern meine Schuhe. Meine Schuhe? Ja die Schuhe!!! Pilzsporen, die ich auf einem Platz über die Schuhsohle aufnehme sterben nicht ab, auch wenn die Schuhe länger nicht getragen werden und somit trage ich diese Sporen mit mir rum und gefährde aktiv den Zustand eines jeden Platzes. Oh mein Gott, dass will ich nicht. Ich will nicht der Wirt sein, der dafür verantwortlich ist, dass die Grüns großen Schaden nehmen. Aber was soll man dagegen tun?

Nachdem ich mich etwas schlau gemacht hatte, bin ich auf handelsübliches Desinfektionsmittel gestoßen. Das kostet im Drogeriemarkt kaum Geld und wenn man nach dem Putzen der Oberschuhe auch die Sohlen der Golfschuhe putzt und im Anschluss ein paar Spritzer des Desinfektionsmittels auf die Sohlen der Schuhe gibt, verringert sich die Gefahr der Ausbreitung des fiesen Schneeschimmels.

Wir alle wollen schöne, dichte und satte Grüns. Ich spiele am liebsten auf linientreuen Grüns, deshalb appeliere ich an jeden der diesen Beitrag liest, „Macht Eure Schuhe und Eure Trolleys anständig sauber“!!! Wir werden alle davon profitieren und mehr Spaß auf den Grüns haben.

 

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